Unsere alte Forsthütte finden sie In der Tiefe der Wälder der Nordostdeutschen Seenplatte, zwischen Hamburg, Schwerin und Lübeck gelegen.

Umgeben von alten Eichen, Buchen und Birken, an einer großen Lichtung unweit eines kleinen kristallklaren Baches, genießt man hier die Nähe zur Natur.

In vollkomener Ruhe und weit weg von der Zivilisation finden Sie hier alle Tierarten, die im norddeutschen Raum anzutreffen sind: vom Hasen angefangen, über Rehe, Wildschweine bis hin zum kapitalen Hirschen.  

Wir beobachten die Tiere seit Jahren und haben uns auf die Betreuung von Damhirschen spezialisiert.

Ursprünglich war das Damwild in ganz Mitteleuropa verbreitet, wurde das während der vergangenen Eiszeit nach Südosteuropa und Vorderasien verdrängt.

Im 16. Jahrhundert sind die Damhirsche aus Zuchtbeständen Dänemarks nach Deutschland eingeführt worden. Die erste historisch belegte Damwildeinbürgerung auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland fand 1577 statt.

Der dänische König Friedrich II. sandte dem kurhessischen Landgrafen Ludwig IV. 30 Damhirsche, die dieser in seinem Wildpark hielt. Generell gehen größere Einbürgerungsversuche bis ins 18. Jahrhundert auf einzelne Landesherren zurück, die als einzige über die entsprechenden Mittel und Möglichkeiten verfügten, um den mit der Einbürgerung einhergehenden Aufwand zu finanzieren.

Bezeichnung:
Generell wird das männliche Tier als Damhirsch bezeichnet. Dabei wird schon im Namen das Alter der Hirsche unterschieden. So wird der (adulte) einjährige Hirsch Spießer genannt, der vom 2. Kopf ist ein Knieper, vom 3. Kopf ein Löffler, gefolgt vom Halbschaufler, dem Vollschaufler und dem Kapitalschaufler. Mit der Bezeichnung Damhirsch wird regelmäßig auch die Art als solche bezeichnet.

Das adulte weibliche Tier wird gewöhnlich Damtier genannt, seltener auch Alttier oder Damalttier. In der Jagdsprache wird auch nur die Bezeichnung Tier oder – nur im Plural – Kahlwild verwendet. Jungtiere werden in ihrem ersten Lebensjahr als Kälber bezeichnet, wobei männliche Jungtiere Damhirschkälber und weibliche Damwildkälber genannt werden. Der Begriff Damspießer bezeichnet ein Männchen, dessen Geweih nur aus zwei nicht vereckten oder verbreiteten Stangen besteht. Solche Geweihe sind für Damhirsche vom 1. Kopf typisch, können aber auch bei älteren Hirschen auftreten. Weibliche Tiere im zweiten Lebensjahr werden Damschmaltier genannt.

Die übrigen Bezeichnungen sind dieselben wie beim Rothirsch. Die Beine werden als Läufe bezeichnet, der Eindruck eines Laufes auf dem Boden wird Tritt genannt, mehrere hintereinander stehende Tritte bilden eine Fährte. Die Begattungszeit heißt Brunft, der Zeitraum, in dem die Kälber zur Welt kommen, wird Setzzeit genannt. Bringt ein Damtier ein Kalb zur Welt, spricht man daher von „setzen“. Das Haarkleid wird Decke genannt, der weiße beziehungsweise hell gefärbte Fleck um das After ist der sogenannte Spiegel.

Erscheinung:
Der Damhirsch (Dama dama) ist ein mittelgroßer Hirsch. Das Damwild wechselt zweimal im Jahr die Fellfärbung. Im Juni, bei der Sommerfärbung, ist die Oberseite hell-rötlichbraun mit weißen Flecken, die Unterseite weißlich; bei der Winterfärbung ist die Oberseite dunkelbraun. Gelegentlich kommt auch fast ganz schwarzes und fast weißes Damwild vor. Der Damhirsch trägt ein Geweih, das jährlich im April/Mai abgeworfen wird. Das Damtier (weibliches Stück) ist kahl. Es hat eine Schulterhöhe von 0,75 - 1,00 m und eine Körperlänge von ca. 1,4 m (Damhirsch) bzw. 1,2 m (Damtier).

Lebensweise:
Das Damwild ist ausgesprochen gesellig und lebt in unterschiedlich großen Rudeln (bis 80 Stück). Nur in der Setzzeit (Juni/Juli) trennt sich das Tier (Weibchen) vom Rudel und bleibt in Hörnähe des ruhenden Kalbes. Das Hirschrudel führt der stärkste Hirsch. Nur in der Brunftzeit, etwa im November, bilden Hirsche und weibliche Tiere ein gemeinsames Rudel, das sich während der Zeit des Geweihabwurfes wieder auflöst. Damwild ernährt sich vorzugsweise von Gräsern und Kräutern, Blättern, Knollen und Wurzeln. Gelegentlich schält es auch die Rinde von Ahorn und Esche.

Fortpflanzung:
Die Brunft beginnt Mitte Oktober (Höhepunkt gegen Ende Oktober) und endet Mitte November. Die Hirsche tragen untereinander Brunftkämpfe aus, die jedoch mehr zeremoniellen Charakter haben. Der Brunftschrei des Hirsches ist weniger melodisch als der des Rothirsches und ähnelt einem lang anhaltenden, rasselnden Rollen, das an- und abschwillt. Nach 33 Wochen Tragzeit werden im Juni i.d.R. ein bis zwei Kälber geboren. Kälber werden bis zum 10. Lebensmonat gesäugt. Damwild kann über 30 Jahre alt werden, in freier Wildbahn jedoch meist nicht älter als 20 Jahre.